Jugendpolitik Nachhaltigkeit

Junge Menschen ernst nehmen!

Unser Rant zur aktuellen Aufregung über Jugendliche, die öffentlich Position beziehen und die Welt verbessern wollen:

Demonstrieren junge Menschen und nutzen eines ihrer wenigen demokratischen Rechte, drehen sofort einige Medien und manche Politiker*innen frei. In der Debatte um #FridaysforFuture wird über Schulpflicht und „diese jungen Leute“ gestritten. Über das eigentliche Problem nicht: Wirkungsvolle Maßnahmen gegen den Klimawandel.

Junge Menschen gehen auf die Straße, weil ihnen diese Welt nicht egal ist. Sie zeigen öffentlich, was sie bewegt. Das ist gut und wichtig. In Jugendverbänden machen sich außerdem Woche für Woche Kinder und Jugendliche einen Kopf darüber, wie die Welt besser werden kann. Da entstehen viele Aktivitäten und Aktionen, die im Kleinen und Großen konkret Klima und Umwelt schützen, Gerechtigkeit schaffen, Solidarität zeigen, Demokratie stärken und dabei auch mal Spaß machen. Das passiert außerhalb der Unterrichtszeit, regt aber niemanden auf oder provoziert. 

Es zeigt aber: Junge Menschen sind nicht erst seit #FridaysforFuture politisch. Sie sind und waren es immer schon. Sie sind und waren schon lange reif, Verantwortung zu übernehmen. Es ist deswegen schade, wenn nun eine Debatte über das Wahlalter mit den Freitagsdemonstrationen verbunden wird. Eine Wahlaltersenkung in den Kommunen, in den Ländern, im Bund und sogar in Europa ist längst überfällig. Mehr noch: Eine wirkungsvolle Jugendbeteiligung bei allen Fragen, die Gesellschaft und Politik bewegen, muss selbstverständlich werden. Ein erster Schritt: Junge Menschen mit ihren Themen, Sorgen und Ideen ernst nehmen! Während der Unterrrichtszeit und auch danach.

Themen: Jugendpolitik Nachhaltigkeit