Europa

Deal or No Deal? Vorbereitung auf den Brexit 

Welchen Weg auch immer die Brit*innen gehen werden, die EU ist vorbereitet. Die Europäische Kommission hat eine Verordnung zu den laufenden Erasmus-Aktivitäten vorgeschlagen, um größeren Schaden bei einem No-Deal-Szenario zu verhindern. „Gerade der jungen Generation schadet der Brexit. Zumindest der Austausch von jungen Menschen muss weiterhin möglich sein“, sagt unser Vorsitzender Tobias Köck.

Tritt das Vereinigte Königreich ohne Abkommen aus der EU aus („No-Deal-Brexit“), verliert Großbritannien mit seinem Austritt am 29. März 2019 seinen Status als Erasmus+-Programmland. Der Vorschlag der Kommission beinhaltet, dass bei einem No Deal, auch nach dem 29. März 2019, alle Aktivitäten vollständig beendet werden können und weiterhin eine Förderung erhalten können. Diese Regelung betrifft rund 14.000 junge Europäer*innen, die sich derzeit in Großbritannien aufhalten, und 7.000 britische Jugendliche, die sich nach dem 29. März im Rahmen einer Erasmus-Aktivität in der EU befinden. Ohne die Verordnung müssten diese jungen Menschen ihren Auslandsaufenthalt sofort beenden. 

„Der Vorschlag der Kommission ist ein guter Schritt, um der Jugend nicht noch mehr zu schaden. Ziel muss ein weltoffenes und solidarisches Europa sein – ob mit oder ohne Großbritannien“, bekräftigt Tobias Köck. Wir hoffen weiterhin, dass Großbritannien nicht austreten wird. Es liegt aber in der Hand der Brit*innen, welchen Weg aus oder mit der EU sie gehen wollen.

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